Dauer einer Psychotherapie

Die Dauer einer Psychotherapie ist individuell sehr unterschiedlich.
Die Zeit, die ein Mensch zur Bewältigung einer problematischen Situation benötigt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

  • Geht es um ein akut belastendes Ereignis?
  • Besteht das Problem schon seit langer Zeit?
  • Welches Ausmaß hat der Grad der Belastung bzw. der Umfang der Einschränkungen?
  • Welche persönlichen Ressourcen stehen zur Verfügung?
  • Gibt es guten Rückhalt in Familie und Freundeskreis?
  • Wieviel Zeit, Energie und Motivation sind für die therapeutische Arbeit vorhanden?
  • Welches Ziel soll erreicht werden?

In einer akuten Belastungssituation können 5 Therapiestunden ausreichen, um

  • eine erste Erleichterung zu erfahren, indem Sie sich "die Sorgen von der Seele reden"
  • neue Lösungsstrategien zu entwickeln
  • Vertrauen in die eigenen Handlungsmöglichkeiten wieder zu entdecken
  • weiterführende Unterstützungsangebote zu finden

Eine Kurzzeittherapie von etwa 25 Therapiestunden kann in Frage kommen, wenn

  • Sie eine längere Begleitung in einer Umbruch- oder Krisensituation brauchen
  • ein einzelnes belastendes Ereignis Ihnen "den Boden unter den Füßen weggezogen hat"
  • Sie herausfinden möchten, wie Sie einen anderen Umgang mit ständig wiederkehrenden Stress- und Belastungssituationen finden können

Eine Langzeittherapie mit 80 Therapiestunden und mehr kann nötig werden bei der Bewältigung von

  • schweren seelischen Erschütterungen
  • tief verwurzelten, selbstschädigenden Verhaltensweisen
  • jahrelangen körperlichen und seelischen Verletzungen

Diese Beispiele dienen als Richtangaben für eine erste allgemeine Orientierung.
Im Einzelfall kann der Bedarf stark variieren.
Eine erste Einschätzung, was Sie persönlich brauchen, können Sie im Erstgespräch treffen.
Im Verlauf einer Therapie kann sich der Bedarf auch verändern. Zu Beginn der Therapie getroffene Vereinbarungen können an die aktuelle Situation angepasst werden.